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Geben wir unserer Kreativität eine Chance!

Von Martina Holzer Geromin

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Kreativität erfordert den Mut, Sicherheiten loszulassen. (Erich Fromm)

Sicherheiten loszulassen ist nicht so einfach, wenn man bedenkt, wie sehr man an ihnen festhält. Sicherheiten sind im Grunde angelernte Gewohnheiten. Alles, was wir kennen, scheint uns Sicherheit zu geben. Die Familie, die uns nach einem bestimmten Muster aufzieht, vermittelt uns ein ganz bestimmtes Weltbild; die Freunde, mit denen wir uns abgeben, prägen unser Verhalten. Das Umfeld, in dem wir uns aufhalten, beeinflusst ebenso unser Denken u.s.w.

Wir entwickeln durch diese Gegebenheiten ganz klare Gewohnheiten. Wir lernen z. B. in der Schule, dass bestimmte Fächer wichtiger sind als andere und passen uns langsam diesen Strukturen an. Wir glauben, dass Mathematik, Sprachen, Biologie, Physik, Chemie wichtiger seien als Kunsterziehung, Leibeserziehung oder Musikerziehung. Damit wachsen wir mit der klaren Botschaft auf, dass wir nur dann, wenn wir in den so genannten Hauptfächern gut sind, in der Schule einen Platz finden. Dadurch lernen wir, uns an das System anzupassen, damit wir später im Beruf und im Leben Erfolg haben werden.

Aus dieser Botschaft entsteht die Meinung, dass ich nur dann ein Fortkommen habe, wenn ich es mir angewöhne, in den von der Schule vorgegebenen Fächern gut zu sein. Das gibt mir Sicherheit und die Bestätigung, dazu zu gehören, in den Rahmen zu passen, den die Gesellschaft mir vorgegeben hat.

Menschen, die sich in diesem Rahmen nicht zurechtfinden, werden zu Außenseitern und sie werden oft versucht, mit unterschiedlichsten Methoden an das System anzupassen.

Im Laufe meiner Unterrichtstätigkeit hatte ich immer wieder mit Schülern und Studenten zu tun, die sich nicht in diesen Rahmen haben zwängen lassen. Vielfach wurden diese Schüler vom System verbogen oder ignoriert, das zur Folge hatte, dass sie entweder rebellierten oder dass sie sich einfach in ihre Welt zurückzogen und durch Apathie, Desinteresse, Widerwillen... auffielen.

Besonders schlimm traf es jene Schüler, die eine besonders ausgeprägte Begabung hatten, die teilweise über die Kenntnisse und das Wissen ihrer Lehrer hinausging. Ich mag mich an einen besonderen Fall erinnern, in dem ein Mädchen verzweifelt nach einer Lösung suchte, um seine Talente entwickeln zu dürfen. Dies führte dazu, dass es von einer Schule zur anderen gewandert war, Klassen übersprungen hatte, bis es endlich in einem schulischen Umfeld landete, in dem seine Interessen, Neigungen und Talente individuell so sehr gefördert wurden, dass aus einem depressiven Mädchen, das schon zweimal einen Selbstmordversuch verübt hatte, eine neugierige, offene, lebensfrohe und begeisterungsfähige junge Frau wurde, die durch ihre brillante Lernwilligkeit auch ihre Mitschüler in ihren Sog der Lernfreude mitreißen konnte.

Es ist eine Tatsache, dass das Unterscheiden in so genannte Haupt- und Nebenfächer eine Erfindung der wirtschaftlichen Gegebenheiten, besonders nach der Industriellen Revolution, war, in dem das Hauptinteresse darin bestand, Menschen heranzubilden, die in den Industrialisierungsprozess eingebunden werden konnten, um die Produktivität zu steigern. Produktivität bedeutete gleichzeitig Gewinnmaximierung.

Langsam gewöhnte sich der Mensch an dieses System, holte sich daraus seine Sicherheiten, weil er wusste, dass er im Falle der Anpassung an diese Umstände einen sicheren Beruf erlernen konnte, der ihm bis an sein Lebensende die finanzielle Absicherung ermöglichte.

Menschen, die sich in diesem System nicht zu Hause fühlten, weil ihre Talente anders gelagert waren (in der Musik, in der Literatur, in der Kunst...), erlitten teilweise Höllenqualen, weil sie sich durch diesen Ansatz fast vergewaltigt fühlten.

Ein gutes Beispiel dafür ist mit Sicherheit der deutsche Schriftsteller Hermann Hesse, der in seiner Erzählung "Unterm Rad" unter anderem den schulischen Druck und die Ausrichtung der Schule auf gewisse "wichtige" Fächer anprangerte. In dieser Erzählung wurde ganz klar beschrieben, wie ein erfolgreicher Schüler zu sein hatte: Er musste lernen, auch in den Ferien; er musste sich mit den Inhalten der Hauptfächer auseinandersetzen; es gab keinen Platz für die Muse, für die Natur, für die Bewegung...

Auch wenn diese Erzählung im Jahre 1906 erschien, so kann man doch Querverbindungen in die heutige Zeit herstellen. Das heutige Schulsystem ist nämlich immer noch darauf aufgebaut, die Schüler eher einseitig auszubilden. Analytische, wissenschaftliche, sprachliche und logische Fächer, die vor allen Dingen die linke Gehirnhälfte in Anspruch nehmen, erfahren weit mehr Beachtung und Raum als so genannte kreative Fächer, die besonders für die Ausbildung der rechten Gehirnhälfte und für eine Interaktion der beiden Gehirnhälften von Bedeutung wären.

Ich bin fest davon überzeugt, dass es notwendig wäre, unser Schulsystem neu zu definieren, und zwar so, dass es möglich wäre, allen Schülern auf individuelle Art und Weise gerecht zu werden.

Spätestens seitdem wir wissen, dass es Nonsens ist, Intelligenz durch eine Maßeinheit (Intelligenzquotienten) festzulegen, und dass Intelligenz vielmehr vielschichtig, entwicklungsfähig und individuell unterschiedlich ist (siehe Howard Gardner, Robert Sternberg, Daniel Goleman), sollten die Bildungs- und Schulverantwortlichen dafür sorgen, den Lehrplan der Schulen so auszurichten, Kindern und Jugendlichen eine holistische Ausbildung zu ermöglichen, in der jeder seinen Platz findet und jeder nach seinen Begabungen entsprechend gefördert und begleitet wird.

Wenn das gelingt, dann lernt der junge Mensch auch wieder das, was ihm durch die Geburt mitgegeben wurde, und zwar sich auf seine Kreativität zu verlassen und gewohnte, angelernte Muster über Bord zu schmeißen.

Kreativität kommt bekanntlich vom lateinischen Wort "creare", was so viel bedeutet wie etwas Neues zu schaffen, etwas herzustellen, Wege zu finden, um eine Idee, die vorerst im Kopf als Vorstellung, als Traum entstanden ist, in die Tat umzusetzen; vielleicht auf eine Art und Weise, die es bisher noch nie gab.

Richard Feynman, ein Welt bekannter amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger, sagte beispielsweise, dass für ihn Mathematik eine Kunst sei, da er die Probleme nicht mit Hilfe bereits vorhandener Theorien zu lösen versuchte, sondern mit Hilfe seiner kreativen Ideen.

Albert Einstein seinerseits holte sich diese kreativen Inputs über die Musik. Wenn er in seinem Denkprozess festgefahren war, nahm er seine Geige und entspannte sich durch die Musik so sehr, dass ihm plötzlich, während seines Spiels, die einleuchtende Idee kam, die ihn voranbrachte.

Wir sehen an diesen Beispielen, dass Kreativität nichts mit Gewohnheiten zu tun hat, sondern vielmehr damit, sich von den Gewohnheiten zu verabschieden, sich mit seiner Vorstellungskraft zu vereinen, indem man sich auf die eigenen Stärken besinnt und mit deren Hilfe eigene und neue Wege "kreiert", welche es ermöglichen, den Traum nicht nur zu träumen, sondern ihn auch zu leben.

Das ist mit Sicherheit kein leichtes Unterfangen, wie uns die Lebensgeschichten besonders kreativer Menschen aufzeigen. Aber was sie uns lehren, ist unter anderem die klare Botschaft, dass es den Mut braucht, von Gewohnheiten loszulassen, um der eigenen Kreativität auf die Sprünge zu helfen.

Dr. Martina Holzer Geromin ist Coach und Erziehungsberaterin, Mitbegründerin von www.trans4mind.de und bietet neben Einzelberatungen auch sämtliche Workshops an (siehe www.be-you-unique.com).


Über einen Menschen zu urteilen heißt, ihn nicht zu verstehen!

Von Martina Holzer Geromin

Wenn du die Menschen beurteilst, hast du keine Zeit, sie zu lieben. ((Mutter Teresa)

Vor einigen Jahren lernte ich einen jungen Mann kennen, dessen Körper von oben bis unten mit Tattoos übersät und dessen Gesicht von zahllosen Piercings durchstochen war. Sofort ließ ich mich von diesem äußeren Erscheinungsbild beeinflussen und schloss daraus, dass es sich in diesem Fall um einen unnützen, faulen und arbeitsscheuen Menschen handeln müsse. Diese meine Meinung beeinflusste mich so sehr, dass ich zu diesem Menschen Abstand hielt, ihn stets skeptisch beäugelte, so dass ich für ihn keine zuneigenden Gefühle aufbringen konnte.

Meine vorgefertigte Meinung hatte diesen Menschen abgeurteilt, ihn in eine ganz klare Schablone gezwängt, so dass es mir in meiner Blindheit nicht möglich war, ihm mit Wohlwollen zu begegnen.

Einige Jahre später begegnete ich diesem jungen Mann wieder. Als er mich erkannte, sprach er mich an und wir begannen, uns etwas zeitverzögert besser kennen zu lernen. Den ersten Schritt hat sicherlich er unternommen; aber im Laufe der Jahre habe ich selbst auch gelernt, Menschen nicht gleich zu kategorisieren und mir vielmehr zuerst ein persönliches Bild über eine tatsächlich stattgefundene Begegnung zu machen, anstatt mich vom äußeren Erscheinungsbild voreingenommen beeinflussen zu lassen. Diese neue Haltung hat mir ganz klar vor Augen geführt, dass es Sinn macht, jede Art von Vorurteilen abzustreifen und mit einer Einstellung des respektvollen Sich-Kennenlernens auf Menschen einzugehen.

Mit großer Freude konnte ich feststellen, welch’ großartiger, warmherziger und aufgeschlossener Mensch hinter der etwas auffälligen und nicht alltäglichen Fassade steckte und welch’ großen Fehler ich begangen hatte, diesem Menschen anfangs mit einer dermaßen großen Abneigung entgegenzutreten. Mutter Teresa hat in der Tat recht, wenn sie sagt, dass man Menschen nicht lieben kann, wenn man sie beurteilt.

Das Urteil schränkt das eigene Denken und Handeln ein. Vorurteile hindern daran, den Menschen über die vorgefertigte Meinung hinaus wahrzunehmen bzw. kennenzulernen. Wenn man von einem Menschen glaubt, dass er schlecht sei, dann wird er es schwer haben, einem vom Gegenteil zu überzeugen. Wenn einem ein Mensch mal Unrecht getan hat, dann glaubt man, dass dieser Mensch vielleicht immer ungerecht und unethisch handeln wird. Jemanden in eine gewisse Ecke zu drängen, bedeutet, diesem Menschen nicht die Chance zu geben, sich dem anderen in einer neuen oder anderen Form zu präsentieren.

Bertolt Brecht spricht in diesem Zusammenhang davon, dass uns jedes Vorurteil, alles, wovon wir glauben, dass es die absolute Wahrheit sei, davon abhalte, ein erweitertes Verständnis zu entwickeln. Wir enthalten uns dadurch großer, wichtiger Erfahrungen vor und schränken dadurch unser eigenes Wirkungsfeld und das des anderen merklich ein. Das Fatale daran ist, dass wir uns dieser Einschränkung gar nicht bewusst sind, sondern vielmehr glauben, das Richtige zu tun.

Wie oft ist es so, dass Kinder beispielsweise von ihren Eltern und/oder ihren Lehrern in solche Schubladen gezwängt werden. Anstatt sie so zu lieben und zu achten, wie sie sind, werden sie verbogen und kategorisiert. Wenn sie sich nicht den Erwartungen entsprechend entwickeln und nicht in die vorgefertigten Kategorien passen, dann werden sie als unruhig, undiszipliniert, unbegabt, unfreundlich... eingestuft und entwickeln sich unwillkürlich zu so genannten Problemfällen.

Anstatt der Frage nachzugehen, was macht dieses Kind aus, was und wie kann sich dieses Kind am besten entfalten, glauben wir, wir müssten es verbiegen.

Tatsache ist, dass einer Studie der Universität Köln zufolge heute rund viermal so viele Kinder und Jugendliche Neuroleptika als noch im Jahr 2000 verschrieben bekommen. In den USA liegt der Prozentsatz der Verschreibung von Psychopharmaka bei Kindern sogar bei mehr als 15 %. Das bedeutet, dass Kinder, die sich nicht der "Norm" nach entwickeln, nicht nur ausgegrenzt, sondern sogar mit Hilfe von Medikamenten zu "bändigen" versucht werden.

Hätte Mick Fleetwood, einer der bekanntesten Schlagzeugspieler der Welt, Eltern gehabt, die den Lehrern Glauben geschenkt hätten, dass er völlig unfähig und unbegabt sei, dann hätten sie ihn wahrscheinlich auf seinem Weg, die schulische Karriere gegen eine musikalische Karriere einzutauschen nicht unterstützt. Sie haben allerdings erkannt, dass seine schulischen Schwierigkeiten nicht gleichzeitig dafür stehen würden, dass er keine Qualitäten hatte. Sie liebten vielmehr seine "Andersartigkeit" und bereiteten ihm den Weg, seinen Traum, Schlagzeuger zu werden, verwirklichen zu können.

Kaum konnte er diesen Weg beschreiten, legte er alle Hemmschwellen ab und entwickelte ein Talent, das weltweit für Bekanntheit sorgte. Die bedingungslose Liebe und das urteilsfreie Handeln seiner Eltern ebneten ihm den Weg in seine erfolgreiche Musikerkarriere.

Ken Robinson, ein international bekannter Erziehungsfachmann, ist ein großer Verfechter folgenden Gedankens, und zwar dass vor allen Dingen Kindern und Jugendlichen vorurteilsfrei begegnet werden soll, damit sie ihre wahren, in ihnen liegenden Talente entwickeln können.

Um seine Theorie zu untermauern, erzählt er in seinen Werken und in seinen Vorträgen meistens folgende Geschichte: - Eine Volksschullehrerin hielt in ihrer Klasse von 6Jährigen einen Zeichenunterricht ab. In den hinteren Reihen der Klasse saß ein Mädchen, das normalerweise dem Unterricht kein Interesse abgewinnen konnte. Aber in dieser Zeichenstunde ging sie in ihrer Tätigkeit richtig auf. 20 Minuten lang zeichnete das Mädchen, in höchster Konzentration, auf ihrem Blatt und ließ sich von nichts ablenken. Die Lehrerin, fasziniert und überrascht, wie sehr dieses Kind sich konzentrierte, fragte es, was es denn zeichnete. Ohne sich unterbrechen zu lassen, antwortete das Mädchen wie aus einer Pistole geschossen: "Ich zeichne ein Bild von Gott." Daraufhin meinte die Lehrerin: "Aber niemand weiß, wie Gott aussieht!" Daraufhin antwortete das Mädchen ohne zu zögern: "In einer Minute wird es jeder wissen." -

Die Lehrerin hat diese Antwort ohne Vorurteil stehen lassen, weil sie erkannt hat, wie sehr das Mädchen in seiner Aufgabe aufging und wie fasziniert es sich von seiner Vorstellungskraft hat leiten lassen. Für Kinder gibt es keine Einschränkungen und keine Vorurteile.

Vielleicht ist es ratsam, uns wieder mehr darauf zu besinnen, anderen Menschen (vor allen Dingen Kindern) ohne Vorurteile zu begegnen und ihre Andersartigkeit als Möglichkeit des persönlichen Ausdrucks und Wachstums lieben zu lernen!? Denn nur dann, wenn wir nicht beurteilen, nehmen wir uns auch die Zeit, für das Unbekannte offen zu sein und es vielleicht auch zu lieben.

Dr. Martina Holzer Geromin ist Coach und Erziehungsberaterin, Mitbegründerin von www.trans4mind.de und bietet neben Einzelberatungen auch sämtliche Workshops an (siehe www.be-you-unique.com).


Coaching mit Herz - Antwort auf Ihre Fragen

Philosophie:

Das Leben sollte eigentlich einfach sein. Aber wenn es dir gesundheitlich schlecht geht, kann es nicht einfach sein. Meine Glaube: Agnostiker?

Hoffnungen und Sehnsüchte:

Ich habe keine Hoffnungen und Sehnsüchte, da ich weiß, dass all die Dinge, von denen ich träumte, nicht wahr werden. Meine derzeitige Situation ist alles eher als einfach.

Frage

Ich hatte einmal alles, wovon ich nur träumen konnte. Wegen meiner eigenen Dummheit, nicht geheiratet und damit keine Kinder bekommen zu haben, als sich mir die Gelegenheit bot, weil ich damals glaubte, dass es noch nicht der richtige Zeitpunkt war, erlitt ich einen Gehirnschlag mit den entsprechenden Auswirkungen. Damit habe ich alles zerstört, was ich bis dahin erzielt hatte. Meine Krankheit ist nicht behandelbar; ich bin also chronisch müde, kann mir nichts behalten, meine rechte Hand und mein rechter Arm lassen sich nicht mehr bewegen, so dass ich auch enorm zugenommen habe. Ich empfinde für nichts mehr Freude und kann niemanden und nichts mehr lieben. Seit 12 Jahren ist mein Leben sinnlos und wertlos; es ist einfach schrecklich.

Die Ratschläge, die Sie immer wieder geben, wie man sein eigenes Leben meistern kann, kann ich nicht umsetzen, weil ich entweder unbeweglich oder zu müde bin und von der Gesellschaft ausgegrenzt werde. Ich habe auch schon Antidepressiva eingenommen und trotzdem kann ich mich nicht aufmuntern.

Ich habe also keine Hoffnungen mehr. Meine Frage an Sie lautet daher: Wie kann ich überhaupt noch träumen, wenn mein Leben sinnlos ist? Bitte schreiben Sie mir nicht, dass es andere Menschen gibt, denen es noch schlechter geht!

Antwort

Liebe S.,

Ihre Situation ist wirklich sehr komplex, so dass eine schriftliche Antwort allein nicht ausreichend ist. Solange Sie nicht im Stande sind, die emotionale Stabilität in sich selbst herzustellen und sich emotional von Ihrer Situation unabhängig zu machen, gibt es in der Tat wenig Hoffnung, für Ihr Problem ein Lösung zu finden.

Meiner Ansicht nach ist es in Ihrer Lage absolut notwendig, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen und die geeignete Figur zu finden, die Sie in Ihrer speziellen Situation am besten begleiten kann. Es macht wahrscheinlich Sinn, anfangs auf medizinische Hilfe zurückzugreifen und sich besser früher als später auch von einem professionellen Coach begleiten zu lassen, der Ihnen Schritt für Schritt hilft, neue Perspektiven zu finden, um sich endgültig von Ihrer Hoffnungslosigkeit verabschieden zu können. Es wird nicht von alleine gehen, es wird Sie viel Einsatzbereitschaft kosten. Sie werden aber bald erkennen, dass sich Ihnen durch eine bewusste Arbeit an sich selbst neue Wege eröffnen, neue Perspektiven auftun und Sie wieder langsam ins Leben zurückfinden werden. Allerdings ist es notwendig, dass Sie gewillt sind, Ihr Leben in kleinen Schritten eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen.

Um Fortschritte zu machen, ist das intellektuelle Begreifen der Situation nicht ausreichend; es ist notwendig, neue Erkenntnisse zu verinnerlichen, indem Sie dieselben in Ihrem Leben umsetzen; indem Sie handeln, Veränderungen vornehmen, die langsam zu Gewohnheiten werden und sich so positiv auf Ihre Lebensbedingungen auswirken. Sobald Sie anfangen, etwas zu unternehmen, werden Sie bald merken, dass Sie sich verändern, dass sich Ihre emotionale Komponente erneuern wird und dass Sie Ihr Leben plötzlich neu erleben werden.

Sollten Sie daran interessiert sein, sich von uns begleiten zu lassen, setzen Sie sich mit uns in Verbindung!

Dr. Martina Holzer Geromin ist Coach und Erziehungsberaterin, Mitbegründerin von www.trans4mind.de und bietet neben Einzelberatungen auch sämtliche Workshops an (siehe www.be-you-unique.com).


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Unser Ziel
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